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Kirche

Das Baujahr der ersten Kirche ist nicht bekannt. Sie war Johannes dem Täufer geweiht. 1751 erfolgte die Grundsteinlegung des neuen Gotteshauses, das durch Amand von Busseck am 5. September 1756 die Weihe erhielt. Die neue Kirche wurde unter das Patronat der Heiligsten Dreifaltigkeit gestellt.

Im Juli 1793 brannte durch Blitzschlag die Kirche bis auf die Grundmauern nieder, wurde aber bis 1796 wieder aufgebaut.

Hochaltar und Kanzel sind Arbeiten des Johann Michael Hoys und des Andreas Wittmann aus Fulda. Die Seitenaltäre wurden 1805 von der Kapuzinerkirche in Fulda übernommen. Die Orgel wurde 1796 von Johann Adam Oestereich aus Bimbach erstellt. Lediglich die aus dem Jahre 1757 stammenden Stationsbilder stammen noch aus der durch die Brandkatastrophe zerstörten Kirche. Das Gotteshaus bietet in seinem heutigen Zustand gutes barockes Empfinden und Leben.

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Theaterstück über den Kirchenbau 1756

Im September 2006 wurde das 250jährige Jubiläum der Kirchweihe mit einer besonders festlichen Kirmes gefeiert. Nach dem Hochamt mit Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen konnten die zahlreichen Besucher den traditionellen Lindentanz, ein Theaterstück über den Bau der Kirche sowie Vorträge, Orgelmusik und gemütliches Beisammensein auf dem Dorfplatz erleben. Zu diesem Anlass wurde von den Männern der Pfarrgemeinde eine Miniatur des Gotteshauses erstellt, die sich heute beim Dorfplatz über der Brücke befindet.

Fachwerkhäuser

In Kranlucken findet der Besucher noch eine Reihe gut erhaltener Fachwerkhäuser aus der Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts. Im Detail sind sie relativ einfach gehalten, dennoch sind bei einigen beispielsweise Kerbschnitte oder Fischgrätenmuster zu sehen. In der Regel waren die Höfe als Haken- bzw. Dreiseitenhöfe angelegt. Die Anlage der Höfe spiegelt die fränkische Bauweise wieder, dass heißt das Wohnhaus steht mit dem Giebel zur Straße.

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Brunnen

Im Dorf gibt es insgesamt fünf Laufbrunnen. Wurden sie früher als Viehtränke genutzt, sind sie heute zu einem belebenden Element des Ortes geworden. Sie wurden nach der Wende grundlegend erneuert bzw. neu angelegt. Einer davon ist aus einem Eichenstamm gearbeitet, die anderen sind aus Naturstein gefertigt.

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Hochkreuze und Bildstöcke

Die tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben findet ihren Ausdruck in etlichen Hochkreuzen, Bildstöcken, Haus- und Gartenfiguren. Die Darstellungen gehen in der Regel auf ein Verlöbnis zurück und haben somit ihre ganz eigene Geschichte. Einige Hochkreuze und Hausfiguren wurden um 1875 von dem einheimischen Bildhauer Damian Ritz gefertigt. Zu seiner Würdigung wurde nach ihm in neuerer Zeit eine Ortsstraße benannt. Zu den Prozessionen an Christi Himmelfahrt und Fronleichnam werden einige Darstellungen noch heute liebevoll von den Bewohnern als Altar hergerichtet.

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